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Kapitel 7 - Zwischen Nähe und Zweifel

  Kapitel 7 – Zwischen N?he und Zweifel

  Seit der Begegnung mit Akira war nichts mehr wie zuvor.

  Jayden konnte noch immer Chens Griff an Akiras Handgelenk spüren – die Entschlossenheit in seinen Augen, den Schutz in seiner Stimme. Doch statt sich vollkommen sicher zu fühlen, tobte in seinem Inneren ein Sturm aus widersprüchlichen Gefühlen.

  In den N?chten danach fand er kaum Schlaf.

  Immer wieder tauchten dieselben Bilder auf – Akiras kaltes L?cheln, Chens ernster Blick, das Zittern in seinen eigenen H?nden.

  Aber da war noch etwas anderes.

  Etwas, das ihn fast noch mehr verwirrte:

  Die Ruhe, die ihn durchstr?mt hatte, als Chen ihn umarmt hatte.

  Das viel zu schnelle Schlagen seines Herzens, sobald Chen ihm nahe war.

  Am n?chsten Morgen begegneten sie sich in der Küche.

  Chen sah müde aus. Doch als er Jayden entdeckte, huschte ein sanftes L?cheln über seine Lippen.

  ?Hast du geschlafen?“

  Jayden wich seinem Blick aus.

  ?Ein bisschen.“

  Chen trat n?her und stellte eine Tasse Tee vor ihn.

  ?Du zitterst noch.“

  ?Mir ist nur kalt“, flüsterte Jayden.

  Doch seine Stimme verriet ihn.

  Einen Moment lang herrschte Schweigen.

  Dann legte Chen ihm behutsam eine Hand auf die Schulter.

  ?Ich wei?, dass du stark bist“, sagte er leise. ?Aber du musst nicht alles allein tragen.“

  Jayden sah zu ihm auf – in diese ruhigen Augen, die Sicherheit ausstrahlten und zugleich etwas, das tief in ihm etwas zum Beben brachte.

  ?Warum machst du das alles für mich?“ fragte er kaum h?rbar.

  Chen l?chelte schwach.

  ?Weil du mir wichtig bist.“

  Jaydens Herz schlug schneller.

  Er wollte etwas erwidern, doch seine Gedanken überschlugen sich. Es war, als stünde er auf einer unsichtbaren Schwelle – zwischen Angst und Verlangen, zwischen Dankbarkeit und einem Gefühl, das er kaum wagte zuzulassen.

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  In der Uni versuchte Jayden, sich auf den Unterricht zu konzentrieren. Doch Akiras Schatten begleitete ihn. Er hatte ihn seit Tagen nicht gesehen, aber jedes unerwartete Ger?usch lie? ihn zusammenzucken.

  Kathie bemerkte es sofort.

  ?Du bist nicht wirklich hier, oder?“

  Jayden zwang sich zu einem L?cheln.

  ?Ich versuche es.“

  Sie legte ihm eine Hand auf den Arm.

  ?Chen hat recht. Du musst auf dich achten.“

  Am Nachmittag holte Chen ihn ab.

  Sie gingen schweigend durch den Park. Das Licht der untergehenden Sonne tauchte alles in goldene T?ne. Die Luft war kühl, ruhig – fast friedlich.

  Irgendwann blieb Chen stehen.

  ?Jayden … wenn dich irgendetwas bedrückt, dann sag es mir bitte. Ich kann nur helfen, wenn du mich l?sst.“

  Jayden sah ihn lange an.

  Dankbarkeit lag in seinem Blick – und Schmerz.

  ?Ich hab einfach Angst“, gestand er schlie?lich. ?Nicht nur vor Akira … sondern davor, was das alles mit mir macht. Ich erkenne mich selbst kaum wieder.“

  Chen nickte langsam.

  ?Du musst dich nicht ver?ndern, um stark zu sein. Du darfst fühlen. Du darfst zweifeln. Das macht dich menschlich.“

  Jayden spürte, wie ihm die Tr?nen in die Augen stiegen.

  ?Und wenn ich … wenn ich mich zu sehr an dich gew?hne?“ flüsterte er.

  Chen trat einen Schritt n?her.

  So nah, dass Jayden seinen Atem spüren konnte.

  ?Dann bin ich da, um dich aufzufangen.“

  Für einen flüchtigen Moment standen sie wortlos voreinander, als hielte die Welt den Atem an. Kein L?rm. Kein Schatten. Nur dieses leise, unaufhaltsame Pochen zwischen ihnen.

  Dann wandte Chen sich ab und atmete tief durch.

  ?Komm. Es wird sp?t.“

  Jayden folgte ihm schweigend.

  Doch tief in seinem Inneren wusste er, dass etwas begonnen hatte, das sich nicht mehr leugnen lie?.

  Etwas, das ihn zugleich ?ngstigte –

  und unwiderstehlich anzog.

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