Kapitel 1 – Wenn die Luft den Atem anh?lt
Phirun bemerkte es zuerst an der Stille.
Nicht an der Abwesenheit von Ger?uschen – die Stadt war wie immer laut –, sondern an dem Gefühl, als h?tte jemand die Luft angehalten. Sein Schritt verlangsamte sich unbewusst, als er aus dem Café trat, die Tür hinter sich zufallen lie? und tief einatmete.
Etwas war anders.
Ein Druck legte sich auf seine Brust. Nicht schmerzhaft – eher fremd. Warm. Beunruhigend.
Phirun blieb stehen und sah sich um.
Menschen gingen an ihm vorbei, Autos fuhren über die Stra?e, irgendwo lachte jemand laut. Niemand schenkte ihm Beachtung.
Dann traf sein Blick den eines Fremden.
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Der Mann stand auf der anderen Stra?enseite.
Dunkle Kleidung. Dunkle Augen.
Er wirkte, als geh?re er nicht hierher – und gleichzeitig genau hierhin.
Phiruns Herz schlug pl?tzlich schneller.
Der Fremde erstarrte.
Für einen endlosen Moment bewegte sich keiner von ihnen.
Dann verzog der Mann das Gesicht, als h?tte ihn jemand geschlagen.
?Nein“, murmelte er leise.
Phirun h?rte das Wort nicht.
Doch er spürte es.
Der Druck in seiner Brust verst?rkte sich. Er zog sich zusammen, bis er kaum noch atmen konnte.
Instinktiv machte Phirun einen Schritt nach vorn.
Der Fremde – Kawin – wich zurück.
?Bleib stehen“, sagte er scharf.
Phirun blieb wie angewurzelt stehen, überrascht von der Autorit?t in dieser Stimme.
Sein K?rper fühlte sich pl?tzlich schwer an, als würde etwas Unsichtbares an ihm ziehen.
?Was… was ist los?“ fragte er verwirrt.
Kawin schloss kurz die Augen, als würde er versuchen, seine Gedanken zu ordnen.
Als er sie wieder ?ffnete, lag etwas Gef?hrliches in seinem Blick.
Und gleichzeitig etwas Beschützendes.
?Du solltest mir nicht begegnen sein“, sagte er leise.
?Und doch bist du es.“
Phiruns Brust begann zu brennen.
Ein seltsames Gefühl breitete sich in ihm aus.
Und zum ersten Mal in seinem Leben hatte er das Gefühl…
nicht mehr allein zu sein.

